Nahaufnahme eines feuchten Blattes mit Wassertropfen Nahaufnahme eines feuchten Blattes mit Wassertropfen

COSMOS organic, der internationale Standard für Naturkosmetik – Prinzipien, zugelassene Inhaltsstoffe und Prüfung

COSMOS unterscheidet zwischen “Natural” und “Organic”. Für COSMOS natural ist kein fester Bioanteil vorgeschrieben. Doch es gibt 24 Inhaltsstoffe, die auf jeden Fall in Bio-Qualität eingesetzt werden müssen, sofern sie physikalisch verarbeitet wurden. COSMOS Organic Produkte dürfen nur dann den Zusatz „Bio“ („Organic“) tragen, wenn mindestens 20 % des Gesamtprodukts biologischen Ursprungs ist. Das klingt zunächst wenig – doch zu bedenken ist, dass Wasser oder Stoffe mineralischen Ursprungs in diese Rechnung nicht mit einbezogen werden. Für COSMOS Bio gilt außerdem, dass 95 % aller pflanzlichen, tierischen oder mikrobiologischen Inhaltsstoffe (sofern sie physikalisch und nicht chemisch verarbeitet wurden) in Bio-Qualität eingesetzt werden müssen.

Bei COSMOS sind prinzipiell nur fünf Bestandteil-Kategorien zugelassen:

  • Wasser
  • Mineralische Bestandteile
  • Physikalisch verarbeitete Agrarbestandteile (pflanzliche, tierische oder mikrobiologische Inhaltsstoffe)
  • Chemisch verarbeitete Agrarbestandteile (pflanzliche, tierische oder mikrobiologische Inhaltsstoffe)
  • Andere Bestandteile, die als Übergangslösung zugelassen sind. Dazu zählen etwa Konservierungs-, Denaturierungs- und Lösungsmittel petrochemischen Ursprungs. Deren Anteil darf jedoch insgesamt maximal 2% betragen.

Förderung von Bio-Landwirtschaft und Respekt vor Artenvielfalt, das verantwortungsvolle Nutzen natürlicher Ressourcen und respektvoller Umgang mit der Natur, saubere Herstellungs- und Verarbeitungswege.

Neben der Beschränkung auf bestimmte Inhaltsstoffe werden auch grundlegendere Prinzipien definiert: Förderung von Bio-Landwirtschaft und Respekt vor Artenvielfalt, das verantwortungsvolle Nutzen natürlicher Ressourcen und der respektvolle Umgang mit der Natur, saubere Herstellungs- und Verarbeitungswege, die Umwelt und Menschen hochhalten. Auch das Konzept der “Green Chemistry”, was bedeutet, dass nur chemisch verarbeitete Agrarbestandteile eingesetzt werden, wenn das Verarbeitungsverfahren folgende Kriterien erfüllt:

  • Biologische Abbaubarkeit der Moleküle, die durch das chemische Verfahren entstehen
  • Respektierung natürlich aktiver Stoffe
  • Gutes Abfallmanagement, geringer Energieverbrauch, Beachtung des ökologischen Gleichgewichts

 

Daneben werden Nachhaltigkeitsprinzipien für Materialien und den Produktionsprozess definiert:

  • Reduzierung der verwendeten Materialmenge
  • Erhöhung des Anteils wiederverwendbarer und recycelbarer Materialien
  • Verwendung von bereits recyceltem Material
  • Verbot von PVC und anderen chlorierten Kunststoffen
  • Verbot von Polystyrol / Kunststoffen mit Styrol
  • Materialien / Stoffe aus gentechnisch verändertem Material
  • Für den gesamten Herstellungsprozess muss ein Umweltmanagementplan erstellt werden, der alle entstehenden Rückstände und Abfälle erfasst
  • Zur Reinigung der Produktionsanlage dürfen nur bestimmte Reinigungsmittel eingesetzt werden (z.B. pflanzlich basierter Alkohol)

Das Label wird nach einer Prüfung von Unterlagen und einem Produktionsaudit von authorisierten Zertifizierungsstellen – in Deutschland der BDIH/IONC als Non-Profit-Organisation – vergeben.